Schwingungsisolierung im industriellen Massstab

Unsere Systeme eliminieren mechanische Wellen im Dauerbetrieb von Kompressorenstationen und schweren Aggregaten. Struktureller Verschleiss wird minimiert, die Anlagenverfügbarkeit steigt.

Alle Systeme im Überblick →

Technische Klarstellungen und Haftungsausschluss

Definitionen, Messbedingungen und vertragliche Grenzen für die Auslegung von Schwingungsisolierung und Schallschutzwänden.

  1. Geltungsbereich der Dämpfungsangaben

    Alle angegebenen Schalldämmwerte (Rw bis 55 dB) beziehen sich auf Prüfstände nach DIN EN ISO 10140-2. Die tatsächliche Luftschallminderung in Ihrer Halle kann durch Nebenwege, Raumakustik und Montagebedingungen um bis zu 8 dB abweichen. Eine bauseitige Messung nach Einbau ist für die Gewährleistung verbindlich.

  2. Pulsationsdämpfung unter realen Betriebsbedingungen

    Die Reduzierung von Druckspitzen um bis zu 80 % gilt für Medien mit einer Viskosität ≤ 50 mm²/s bei 40 °C. Bei abrasiven oder hochviskosen Stoffen kann die Dämpferleistung sinken. Der PD-150 ist für kontinuierlichen Betrieb bei 150 bar ausgelegt; kurzzeitige Druckstöße bis 200 bar sind zulässig, verkürzen jedoch die Wartungsintervalle.

  3. Schwingungsentkopplung und Fundamentbeschaffenheit

    Der ESE-400 setzt ein tragfähiges, ebenes Fundament mit einer Druckfestigkeit von mindestens 25 N/mm² voraus. Bei weichen oder gerissenen Untergründen kann die Körperschalldämmung um bis zu 30 % reduziert sein. Wir empfehlen eine vorherige Betonkernbohrung und Rissprüfung nach DIN 1045.

  4. Temperaturgrenzen und chemische Beständigkeit

    Die Elastomercompound des ESE-400 ist dauerhaft für -40 °C bis +120 °C ausgelegt. Kurzzeitige Spitzen bis 140 °C sind für maximal 30 Minuten zulässig. Bei Kontakt mit Ölen, Lösungsmitteln oder Säuren ab pH 3,5 ist eine separate Medienbeständigkeitsprüfung erforderlich. Die Garantie erlischt bei chemischer Einwirkung ohne vorherige Freigabe.

  5. Modulbauweise und Toleranzen der Schallschutzwand

    Die HDSW-200 wird in Modulen mit einer Breitentoleranz von ±2 mm gefertigt. Fugen zwischen den Elementen müssen mit dem mitgelieferten Dichtband geschlossen werden, um die Nennschalldämmung zu erreichen. Bei Wandhöhen über 4 m ist eine statische Berechnung der Unterkonstruktion durch einen Fachplaner zwingend erforderlich.

  6. Wartungsintervalle und Verschleißteile

    Pulsationsdämpfer PD-150: Membranwechsel nach 8.000 Betriebsstunden oder alle 2 Jahre. Schwingungsentkoppler ESE-400: Sichtprüfung auf Risse und Verformung alle 12 Monate. Schallschutzwand HDSW-200: keine regelmäßige Wartung, jedoch Reinigung der Oberfläche bei starker Staubbelastung alle 6 Monate. Die Nichteinhaltung dieser Intervalle führt zum Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen.

Prozessablauf

Vom Pflichtenheft zur schwingungsfreien Anlage

Jeder Schritt folgt einem festgelegten Prüfprotokoll – von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme.

01

Anfrage & Lastenheft

Sie übermitteln die Maschinendaten, Aufstellungsbedingungen und geforderten Grenzwerte für Luftschall und Körperschall.

48 h
02

Schwingungsanalyse

Unser Team führt eine modale Analyse durch – Frequenzspektrum, Eigenfrequenzen und Dämpfungsbedarf werden ermittelt.

3–5 Tage
03

Konstruktion & Auslegung

Wir dimensionieren die Schallschutzwand, den Pulsationsdämpfer oder den Entkoppler exakt auf Ihre Anlage.

1–2 Wochen
04

Fertigung & Prüfung

Die Komponenten werden gefertigt und im Werk auf Dämpfungsleistung und Druckfestigkeit getestet.

2–3 Wochen
05

Montage & Einregulierung

Vor Ort installieren wir die Systeme, justieren die Vorspannung und messen die verbleibende Schwingungsamplitude.

1–2 Tage
06

Abnahme & Dokumentation

Sie erhalten ein Prüfprotokoll mit den gemessenen Dämpfungswerten und eine Betriebsanleitung für die Wartung.

1 Tag

Häufig gestellte Fragen zur Schwingungsisolierung

Antworten zu technischen Details, Einbau und Wartung unserer Schallschutz- und Dämpfungssysteme für den industriellen Anlagenbau.

Welche Dämmwerte erreicht die hochdichte Schallschutzwand HDSW-200?

Die HDSW-200 erzielt eine Luftschallminderung von bis zu 55 dB im Frequenzbereich 125 Hz bis 4 kHz. Die exakte Dämpfung hängt von der Wandstärke und der Montageart ab. Bei doppelschaliger Ausführung mit Luftspalt sind bis zu 60 dB möglich. Die Angaben beziehen sich auf Prüfstände nach DIN EN ISO 10140.

Wie wird der Pulsationsdämpfer PD-150 in eine bestehende Rohrleitung integriert?

Der PD-150 wird direkt zwischen zwei Flansche der Rohrleitung gesetzt. Die Montage erfolgt mit handelsüblichen Schrauben und Dichtungen. Wichtig ist die Ausrichtung der Strömungsrichtung gemäß Pfeil auf dem Gehäuse. Vor der Inbetriebnahme muss die Vorspannungskammer auf den Betriebsdruck eingestellt werden. Eine Einbauanleitung liegt jedem Gerät bei.

Welche Lasten kann der elastomere Schwingungsentkoppler ESE-400 tragen?

Der ESE-400 ist für statische Lasten bis 400 kN pro Element ausgelegt. Die dynamische Belastbarkeit beträgt 250 kN bei einer Frequenz von 20 Hz. Bei höheren Frequenzen reduziert sich die zulässige Last. Für schwere Aggregate empfehlen wir eine Lastverteilungsplatte aus Stahl zwischen Maschinenfuß und Entkoppler.

Ist eine Kombination mehrerer Dämpfungssysteme in einer Anlage sinnvoll?

Ja, die Kombination von Schallschutzwänden, Pulsationsdämpfern und Schwingungsentkopplern ist in Kompressorstationen Standard. Die Systeme ergänzen sich: Die Wand reduziert den Luftschall, der Dämpfer glättet Druckpulsationen in der Leitung, und der Entkoppler unterbricht den Körperschall ins Fundament. Wir bieten aufeinander abgestimmte Pakete an.

Die Wartung der HDSW-200 beschränkt sich auf eine jährliche Sichtprüfung auf Beschädigungen der Oberflächenbeschichtung. Der PD-150 benötigt alle zwei Jahre einen Austausch der Elastomer-Membran. Der ESE-400 ist wartungsfrei, sollte aber bei Setzungen des Fundaments nachgespannt werden. Konkrete Intervalle hängen von der Betriebsbelastung ab.

Können die Systeme nachträglich in bestehende Hallen eingebaut werden?

Ja, alle Komponenten sind für die Nachrüstung konzipiert. Die Schallschutzwände werden als modulare Paneele geliefert und können an vorhandene Stahlkonstruktionen montiert werden. Der Pulsationsdämpfer erfordert einen kurzen Stillstand der Anlage für den Einbau. Der Schwingungsentkoppler wird unter das Maschinenfundament geschoben – hierfür ist eine Anhebung der Maschine erforderlich. Wir unterstützen bei der Planung.

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